1,4 Millionen Wohnungen fehlen
1,4 Millionen Wohnungen fehlen
Was Eigentümer jetzt wissen sollten.
Für Eigentümer ist der Wohnungsmangel Chance und Herausforderung zugleich. Wer modernisiert oder neu baut, sollte vorausschauend planen. Deutschland steckt mitten in einer Wohnraumkrise: Nach Berechnungen des Pestel Instituts fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen. Gleichzeitig bleibt der Neubau deutlich hinter dem Bedarf zurück. Für Eigentümer kann das eine gute Nachricht sein: Wo geeigneter Wohnraum knapp ist, bleibt die Nachfrage entsprechend hoch. Doch der Wert steigt nicht automatisch.
Die Zahl von 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen bezieht sich auf den Wohnungsbestand Ende 2024 und wurde im "Sozialen Wohn-Monitor 2026“ des Pestel Instituts veröffentlicht. Besonders groß ist das Defizit bei bezahlbarem Wohnraum. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Das ifo Institut erwartet für 2026 lediglich rund 185.000 fertiggestellte Wohnungen – nach 206.600 Wohnungen im Jahr 2025. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geht dagegen bis 2030 von einem durchschnittlichen Bedarf von rund 320.000 neuen Wohnungen pro Jahr aus. Immerhin gibt es bei den Baugenehmigungen inzwischen einen Hoffnungsschimmer: Im ersten Halbjahr 2026 wurden 103.100 Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden genehmigt – 15,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis daraus tatsächlich Wohnraum entsteht, dauert es allerdings.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Wo Wohnungen knapp sind, ist die Nachfrage nach geeignetem Wohnraum hoch. Das kann die Vermietbarkeit einer Immobilie unterstützen. Doch der bundesweite Wohnungsmangel bedeutet nicht, dass jede Immobilie automatisch an Wert gewinnt. Der Immobilienmarkt ist regional sehr unterschiedlich. Entscheidend ist, wo eine Immobilie liegt, welchen Wohnraum sie bietet und wie zukunftsfähig sie ist. Auch Größe, Grundriss, Zustand, energetische Qualität und Lage spielen eine wichtige Rolle. Für Eigentümer wird deshalb eine Frage immer wichtiger: Passt meine Immobilie zu den Wohnbedürfnissen der Zukunft?
Vorhandenen Wohnraum besser nutzen.
Eine Chance kann darin liegen, bestehende Immobilien weiterzuentwickeln. Dachgeschosse lassen sich möglicherweise ausbauen, Gebäude aufstocken oder bislang anders genutzte Flächen in Wohnraum umwandeln – vorausgesetzt, baurechtliche, technische und wirtschaftliche Voraussetzungen stimmen. Auch die Schaffung einer zusätzlichen Wohneinheit, etwa durch die Teilung eines großen Hauses, kann in geeigneten Fällen zusätzlichen Wohnraum schaffen und gleichzeitig die Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie erweitern. Wer neu baut, kann dagegen von Anfang an auf flexible Grundrisse setzen. Räume, die sich später unterschiedlich nutzen lassen, machen eine Immobilie anpassungsfähiger – etwa wenn aus einem Kinderzimmer ein Homeoffice oder aus einem Arbeitszimmer ein Gästezimmer wird.
Nicht nur für heute planen!
Der Wohnungsmangel ist damit für Eigentümer Chance und Herausforderung zugleich. Wer vermietet, kann von der hohen Nachfrage profitieren. Wer modernisiert oder neu baut, sollte jedoch nicht allein auf die aktuelle Marktlage schauen. Gefragt sind Immobilien, die auch morgen noch zu den Bedürfnissen ihrer Bewohner passen: gut gelegen, wirtschaftlich zu betreiben, möglichst flexibel nutzbar und auf unterschiedliche Lebensphasen vorbereitet.
Fazit: Die 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen sind mehr als eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie wertvoll Wohnraum ist. Für Eigentümer liegt die eigentliche Chance darin, ihre Immobilie so zu erhalten, weiterzuentwickeln oder zu planen, dass sie auch in Zukunft gebraucht und nachgefragt wird.
Quellen: Pestel Institut GmbH,[mg1.1] Sozialer Wohn-Monitor 2026, im Auftrag des Verbände- bündnisses „Soziales Wohnen“, Januar 2026; destatis.de; ifo.de; bbsr.bund.de
Bild: von Lukas Kosc auf pexels
KONTAKT
RE/MAX Stein - Nürnberg - Fürth - Schwabach - Ansbach
Zentrale:
90547 Stein, Hauptstraße 11
Telefon:
0911 / 255 228-10
E-Mail:
ÖFFNUNGSZEITEN
Montag bis Freitag:
9 – 17 Uhr
Samstag:
nach Vereinbarung
